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Die Geschichte des Kaffees

Ein guter Kaffee, entweder pur als Lungo bzw. Espresso oder auch als Kaffeespezialität mit Milch wie einem Latte Macchiato oder einem Cappuccino, sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Sie gehören für viele zum täglichen Leben dazu wie das Zähneputzen oder das Trinken von Wasser. Aber das war natürlich nicht immer so. Auch wenn Kaffee eine lange Tradition hat, gehörte dieses köstliche Heißgetränk nicht immer zum Leben der Menschen. Wir möchten euch auf einen kleinen Ausflug in die Geschichte des Kaffees einladen und euch schildern, wie sich das Kultgetränk über die letzten Jahrhunderte entwickelt hat.

Die Anfänge in Afrika

Wie alt Kaffee genau ist, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt viele Gerüchte um die Entstehung von Kaffee. Angeblich soll um das Jahr 850 ein Hirtenjunge in Abessinien, dem heutigen Äthiopien, die anregende Wirkung des Kaffees seinen Ziegen aufgefallen sein, die sehr lebhaft nach dem Verzehr der Kaffeebohnen von den dort wachsenden Sträuchern waren. Mönche haben angeblich daraufhin die Früchte probiert, waren aber von dem bitteren Geschmack enttäuscht und warfen sie frustriert ins Feuer. Daraufhin haben die verbrennenden Kaffeebohnen einen köstlichen Duft ausgestrahlt, der die Mönche darauf brachte, diese gerösteten Früchte zu einem Aufguss zu verarbeiten, der als Geschenk Gottes gepriesen wurde. Denn er half ihnen, während ihrer Gebete wach zu bleiben. Nachforschungen zeigen, dass Kaffee bereits im 9. Jahrhundert in der arabischen Welt als Arznei verwendet wurde, wohin er sich aus Äthiopien seinen Weg hin bahnte. Im Jemen entstanden die ersten Kaffeeplantagen. Später folgte der gezielte Anbau auch in Arabien und Ägypten, wo das Trinken von Kaffee schnell zur täglichen Gewohnheit wurde. Im 11. Jahrhundert war der Kaffee in Arabien der „Wein des Islam“ und begeisterte die Perser durch seine anregende Wirkung. Schließlich war dort echter Wein den gläubigen Moslems verboten. Der Name Kaffee stammt aus dem Altarabischen und kommt von dem Wort „Qahwah“, was übersetzt „das Erregende“ heißt.

Der Weg nach Europa

Erstmals wurde der Kaffee im Jahr 1570 von dem venezianischen Mediziner Prospero Alpini in Europa eingeführt. Demnach war Venedig auch die erste Stadt in Italien und Europa, wo es öffentliche Plätze gab, an denen Kaffee genossen werden konnte. Das älteste Kaffeehaus, das Cafè Florian auf der Piazza S.Marco, bietet bis heute das edle Getränk an. Zudem wurde im Kreise der italienischen Aristokraten der Kaffee auch zu einem wertvollen Geschenk, welches als ein Symbol der Freundschaft oder Liebe galt. So verbreitete sich die Kaffeekultur schnell über das ganze Land, sodass in immer mehr Städten Kaffeehäuser eröffneten, z. B. das Caffè Greco in Rom, das Caffè Pedrocchi in Padua und das Caffè San Carlo in Turin. Schon damals waren dies die Treffpunkte reicher und berühmter Persönlichkeiten, die dort gerne ihre Freizeit verbrachten und das Leben sowie den Kaffee genossen. Dies machte die Kaffeehäuser zu berühmten Orten. Den endgültigen Weg in die weiteren europäischen Länder fand der Kaffee letztendlich erst Anfang des 17. Jahrhundert. Schnell entstanden in zahlreichen weiteren Ländern wie Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland viele Kaffeehäuser für den öffentlichen Genuss und Konsum von Kaffee.

Für den heimischen Genuss

Bis zum Jahr 1691 war der Kaffeegenuss aber nur in öffentlichen Orten wie den Kaffeehäusern möglich. Denn erst in diesem Jahr wurde die berühmte „Caffettiera napoletana“, die erste Kaffeemaschine für den Hausgebrauch, erfunden. Mit dem Gerät wurden 4 bis 5 Gramm fein gemahlener Kaffee mit reinem Wasser aufgegossen, was am Ende für 3 bis 4 Tassen Kaffee reichte. So wurde eine Tasse Kaffee schnell auch in reichen Haushalten zum Ritual nach einer Mahlzeit, auch wenn die erste Kaffeemaschine natürlich bei weitem noch nicht mit einer heutigen Kaffeemaschine aus unserem Kaffeemaschine Test oder gar einem Kaffeevollautomaten mit integriertem Mahlwerk vergleichbar war. Zudem hat sich durch Kaffeekapseln, Kaffeepads und Co auch die Zubereitung stark verändert bzw. vereinfacht. Allerdings basieren auch alle heute gängigen Kaffee Zubereitungsarten immer noch auf der traditionellen Weise, heißes Wasser durch das gemahlene Kaffeepulver zu pressen. Zunächst war der Kaffee aber wie geschildert den Aristokraten vorbehalten. Doch schnell verbreitete sich das Getränk aufgrund seines ausgezeichneten Rufes in allen sozialen Schichten. Im Laufe der Zeit entstanden weitere Kaffeespezialitäten wie der Espresso, der Cappuccino oder der Latte Macchiato, bei dem der pure Kaffee besonders zubereitet oder mit anderen Zutaten vermischt wurde. Die Namen klingen alle italienisch, was ihrer Herkunft geschuldet ist. Denn bis heute gilt Italien als das Land des Kaffeegenusses und ist offizieller Botschafter der Espressophilosophie.

Heute: Reißender Absatz

Heute ist Kaffee aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Absatz von Kaffeebohnen hat sich in den vergangenen Jahrzehnen stetig gesteigert, wie diese beeindruckende Zahlenfolge zeigt. 1750 lag der weltweite Kaffeeverbrauch bei rund 600.000 Sack. 100 Jahre später, also im Jahr 1850, hatte sich dieser bereits auf rund 4 Millionen Sack gesteigert. Wiederum 100 Jahre später waren es 1950 bereits knapp zehnmal so viel, nämlich ca. 36 Millionen Sack. 94 Millionen Sack Kaffee wurden im Jahr 1995 konsumiert, 103 Millionen waren es 2000. 2011 betrug der weltweite Kaffeeabsatz dann stolze 148 Millionen Sack, also gut viermal so viel wie noch Mitte des letzten Jahrhunderts. Italien ist weiterhin das Kaffeeland schlechthin und führend bei Import und Export des köstlichen Heißgetränkes. Dort finden sich auch heute noch die wichtigsten und angesehensten Röstereien. Gerade in Deutschland ist der Kaffee zu einem Symbol des Wirtschaftswunders geworden. Wer einen Kaffee trank, zeigte, dass er sich diesen Luxus leisten konnte. Dies gilt aber natürlich nicht nur hierzulande, sondern auch für viele weitere Nationen, in denen Kaffee so beliebt ist. Nach Erdölprodukten ist Kaffee heute das zweitwichtigste Handelsgut überhaupt. Allerdings war die Zeit für den Kaffee auch in den vergangenen Jahrzehnten trotz der steigenden Absatzzahlen nicht immer so rosig. Auch Kaffeeverbrennung durch Überproduktion, Preiseinbrüche sowie Konsumrückgänge durch Weltwirtschaftskrisen kennzeichnen die Entwicklung des Kaffees zum beliebtesten Heißgetränk überhaupt. Positiv hat das Weltkaffee-Abkommen zur Stabilisierung des Preises für Kaffee beigetragen.

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